Präsentieren wie ein Rockstar

Lerne zu präsentieren wie ein Rockstar, egal ob mit einem Flipchart oder Powerpoint, so begeisterst du immer deine Zuschauer.

Gespannt sitzen alle im Besprechungsraum, der Beamer surrt und die ersten Folien werden auf die Leinwand geworfen. Zu Beginn können wir noch folgen, aber unsere Aufmerksamkeit sinkt im Verlauf der Präsentation immer weiter. Wir werden bombardiert mit Tabellen, Diagrammen und Texten, die monoton abgelesen werden. Je länger das alles dauert, umso schwerer werden unsere Augen und wir können ein Gähnen nur noch schwer unterdrücken.

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Die beste Einschlafhilfe ist eine schlechte Präsentation

Diese oder ähnliche Situationen kennen sicher die meisten von uns. Ich werde Dir keine Tipps geben, wie Du langweilige Präsentationen überstehst, sondern wie Du es besser machen kannst.
Ich selbst habe schon viele Präsentationen während meiner Laufbahn gehalten und habe dabei sicher alle Fehler gemacht, die man nur irgendwie machen kann. Nach und nach habe ich aber aus meinen Fehlern gelernt und arbeite jeden Tag daran besser zu werden.
Ja, ein Rockstar zu werden bedeutet in erster Linie Arbeit. Du musst Dich ein wenig mit Präsentationstechniken auseinandersetzen und ein paar elementare Regeln kennen und anwenden.

Nicht nur WAS, sondern auch WIE

Wenn Du eine Präsentation hältst, hast Du immer mindestens eines der folgenden drei Ziele: Informieren / Unterhalten, eine Entscheidung herbeiführen oder etwas verkaufen.
Egal, welches der drei Ziele Du erreichen willst, Du brauchst dafür in jedem Fall die volle Aufmerksamkeit Deines Publikums. Du musst Dich also nicht nur inhaltlich gut vorbereiten, sondern Dir auch Gedanken darüber machen, WIE Du präsentieren willst.
Dafür ist es hilfreich, dass Du Dir erstmal die Kommunikationspyramide bzw. das Eisbergprinzip vor Augen führst. Wie viel menschliche Entscheidungen werden auf Basis von Fakten und wie viele auf Basis vom Unterbewusstsein gefällt?

Eisbergprinzip

Den größten Effekt erzielen wir also, wenn wir das Unterbewusstsein ansprechen. Diese Tatsache muss Dir ab jetzt immer bewusst sein.
Zu diesem spannenden Thema gibt es hier auch bereits einen Blogbeitrag «Mit dieser einfachen Methode positionierst Du Dich als Experte» und als Ergänzung eine PDF-Anleitung, inklusive Arbeitsblatt.
Der Beitrag ist oben verlinkt und die PDF-Anleitung erhältst Du als Newsletter Abonnent kostenlos.

Präsentieren wie ein Rockstar

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten eine Präsentation zu halten. Entweder du benutzt PowerPoint (oder eine ähnliche Software), oder Du hältst deinen Vortrag mit Hilfe eines Flipcharts. Für beide Möglichkeiten gibt es gewisse Regeln, die Du kennen und beachten musst.

PowerPoint

Sei Dir bewusst, dass PowerPoint ein passives Mittel ist. Es gibt nur wenig Möglichkeiten der Interaktion und der Inhalt wird im «Frontalunterricht» präsentiert.

Die 3 goldenen PowerPoint-Regeln


  • Die «5 x 5 Regel» – d.h. maximal 5 Zeilen mit max. 5 Wörtern auf einer Slide. PowerPoint ist ein visuelles Mittel und Bilder sagen mehr als tausend Worte.
  • Wenn es mehr Text wird, dann ist es keine Präsentation mehr, sondern ein Dokument. Ein solches verschickst Du vorab, sodass es jeder lesen und sich vorbereiten kann. Im Meeting selbst kann dann direkt eine inhaltliche Diskussion gestartet werden.
  • Lies Deine Folien nicht vor. Ich bin mir sicher, dass jeder Deiner Zuhörer lesen kann. Die Folien sollen nur die Kernaussagen beeinhalten, zu denen Du frei sprichst. Erzähl eine Geschichte und wecke bei Deinen Zuhörern dadurch Emotionen.

Meine Buchempfehlung zum Umgang mit PowerPoint

slideology

«slide:ology» (Nancy Duarte)

Es ist das Standardwerk für die Erstellung von PowerPoint Präsentationen, ein Buch, das Dich durch den ganzen Erstellungsprozess leitet. Es werden wirklich alle Fragen beantwortet. Alles wird anhand von Beispielen klar und leicht verständlich erklärt. 

Es handelt sich hierbei um meine persönliche Empfehlung und nicht um Werbung. Dementsprechend ist kein Link zum Kauf angegeben.

Flipchart

Meine Kollegen lachen, wenn ich zum Flipchart oder Whiteboard laufe, um etwas zu erklären. Für mich ist es einfach der natürlichste Weg, um Informationen zu übermitteln oder um gemeinsam an einem Themen zu arbeiten. Es ist außerdem eine tolle Möglichkeit, um die Zuschauer mit einzubinden. Hat jemand aus dem Publikum eine Frage oder möchte Feedback geben, so kannst Du das direkt und interaktiv verarbeiten. Es ist ein ganz anderer Weg, der Dir so viele Möglichkeiten gibt und fast nur Vorteile hat, wenn Du dich an die folgenden Regeln hältst.

Die 3 goldenen Flipchart-Regeln


  • Versuch mit einfachen Formen und wenig Text zu arbeiten. Setze Farben und Kontraste gezielt ein. Mach Dir keine Gedanken, du musst kein Künstler sein, leg einfach los und «keep it simple».
  • Wenn möglich, zeichne mit einem Bleistift ganz leicht auf dem Flipchart vor, was Du später zeigen möchtest (egal ob es Grafiken oder Texte sind). Das gibt Dir während der Präsentation Sicherheit.
  • Verwende Hilfsmittel wie zum Beispiel Luftballons oder sonstige Dinge, die zum Thema passen.

Sollte es nicht möglich sein, einen Flipchart einzusetzen, z. B. in einem 1:1 Beratungsgespräch, so kannst Du alternativ auch ein Blatt Papier verwenden. Ich habe damit bei Beratungs- und Verkaufsgesprächen immer sehr gute Erfahrungen gemacht, denn es wird aktiv etwas getan und ist im besten Falle interaktiv. Im Zweifel zeichnest Du lieber selbst etwas auf ein Stück Papier, als Dich auf langweilige «08/15»-Slides zu verlassen.
Der Vorteil liegt auf der Hand: ohne ein starres Korsette kannst Du die Inhalte mit Deinen Worten erläutern – Emotionen - und das Thema visuell verpacken – Bilder.

Meine Buchempfehlung zum Umgang mit dem Flipchart

Flipchart Coach

«Der Flipchart-Coach» (Axel Rachow, Johannes Sauer)

Das Buch zeigt auf inspirierende Art und Weise, wie Du mit einem Flipchart arbeitest. Du bekommst das Know-how und viele Ideen mit auf den Weg. «Ich kann aber nicht zeichnen» ist eine der häufigsten Ausreden, die ich höre, wenn es um den Flip-Chart geht. Auch dieses Thema wird hier behandelt und so erklärt, dass es wirklich jeder umsetzen kann. 

Es handelt sich hierbei um meine persönliche Empfehlung und nicht um Werbung. Dementsprechend ist kein Link zum Kauf angegeben.

Eine gute Präsentation macht den Unterschied

Die Frage, welche Präsentationsart zu welcher Gelegenheit passt, musst Du selbst entscheiden. Grundsätzlich kannst Du jeden Inhalt auf die ein oder andere Weise vortragen. Wichtig ist, dass die Art der Präsentation zu dir und deinem Style passt.
Zum Schluss gebe ich Dir noch die wichtigste Regel mit auf den Weg:
Bereite dich gewissenhaft vor! Das Erstellen von Inhalten ist nur ein Teil der Präsentation. Was Du sagen willst, ist genauso wichtig und muss geübt werden. Die Faustformel hier lautet, dass Du Deine Präsentation im Notfall auch ohne PowerPoint oder Flipchart halten kannst.
Finde den für Dich natürlichsten Weg, um sicher und überzeugend zu präsentieren. Kenne die Regeln! Sei mutig, sei anders, sei ein Rockstar!

Susanne Lorenz hat in ihrem Blog einen guten Beitrag zum Thema «erfolgreich präsentieren» geschrieben. Wenn Du also Lust hast noch ein wenig tiefer in das Thema einzutauchen, dann empfehle ich Dir ihren Beitrag hier zu lesen.

Was denkst Du zum Thema Präsentationen - benutzt Du einen Flipchart oder doch lieber PowerPoint? Schreib mir dazu doch einen Kommentar!

About the Author Christian

Christian ist Gründer und Inhaber von Motivation Erfolg. Neben dem Reisen interessiert er sich für Sport und gesunde Ernährung. Wenn er mal nicht arbeitet, trainiert er neue Bodyweight-Übungen oder schnürt seine Laufschuhe.

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