So findest Du den Mut zur Veränderung

So findest Du den Mut zur Veränderung

Vor mehr als 20 Jahren lernte ich im damals noch jungen Internet eine Frau aus der Nähe von München kennen. Wir verstanden uns von Anfang gut, fingen an regelmäßig zu schreiben und sahen uns auch ab und zu. Mit der Zeit entwickelte sich daraus eine (Fern)Beziehung, die je länger je mehr durch die räumliche Trennung zur Belastung wurde. Nach einem Jahr entschlossen wir uns den «Realitätscheck» zu wagen und zusammenzuziehen. Ohne groß zu überlegen habe ich mich entschieden alle Zelte in der Schweiz abzubrechen und nach München auszuwandern. Es war ein Sprung ins kalte Wasser, neue Stadt, neues Umfeld und ein neuer Job.

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Das Leben als gefühlte Einbahnstraße

Von vielen Leuten um mich herum höre ich immer wieder Aussagen wie «Ich bin so unzufrieden mit meinem Job» oder «Ich würde so gerne dies oder das Ändern, aber ...».
Es fühlt sich oft so an (und ich selbst kenne das auch) als ob das Leben nur auf einer Einbahnstraße stattfindet und wir keine Möglichkeit zum überholen oder wenden haben.
Dabei ist es doch so, das, obwohl Du zum Beispiel unzufrieden mit Deinem Job bist, trotzdem jeden Tag BEWUSST entscheidest zur Arbeit zu gehen. Stattdessen könntest Du Dich auch BEWUSST dafür entscheiden etwas in Deinem Leben zu ändern. Das Wort «entscheiden» ist hier ausschlaggebend.

Veränderung ist immer möglich

Egal, wo Du gerade stehst in Deinem Leben, Du hast immer die Möglichkeit Veränderungen selbst zu initiieren. Doch warum wagen wir nicht einfach mehr, wenn wir doch augenscheinlich die Möglichkeit dazu haben? Aus meiner Sicht gibt es dafür zwei Gründe:

1.

Unser Umfeld bestimmt, wer wir sind
Die Leute um Dich herum sind diejenigen, die Dich am meisten Beeinflussen, sie sind Dein Umfeld. «Es zieht doch keiner von der Schweiz nach Deutschland» oder «Du kennst diese Frau doch überhaupt nicht richtig». Unser Umfeld möchte nicht, dass wir uns ändern und darum tun wir es so oft auch nicht.

2.

Wir werden durch unsere Ängste zurückgehalten
Sie lähmt uns, weil wir Angst haben zu scheitern, nicht verstanden, akzeptiert oder gar ausgelacht zu werden. Das ist menschlich und vollkommen nachvollziehbar, aber Angst «erzählt» uns oft auch falsche Dinge: «Das Mädchen wird denken, dass du ein Idiot bist, weil du mit ihr ausgehen willst» oder «Das wird doch eh nicht funktionieren mit einem neuen Job?»

Um die obige Geschichte noch zu Ende zu erzählen: Meine damalige Freundin und ich trennten uns nach nicht einmal einem halben Jahr. Natürlich war das ein Schock für beide von uns. Meine schlimmsten Ängste wurden wahr. Ich war nun ganz alleine in einer fremden Stadt und natürlich kam auch der Gedanke auf, dass ich alles umsonst aufgegeben hatte.
Auf der anderen Seite fühlte es sich aber auch gut an, eine Entscheidung getroffen und das Leben selbstbestimmt in die eigenen Hände genommen zu haben mit meinem Umzug nach München.

Nimm Dein Schicksal jetzt in die eigene Hand

Du denkst, das war eine einmalige Geschichte? Einmal sein Leben komplett ändern und dann war es das? Falsch gedacht! Fast 10 Jahre später wiederholte sich die Geschichte, allerdings in meinem beruflichen Umfeld.
Damals arbeitete ich für eine österreichische Privatbank in München. Eines Tages bekam ich ein sehr gutes Angebot von einer kleinen Vermögensverwaltung. Nach längerem Überlegen entschied ich mich für einen Wechsel. Die ersten Monate liefen wirklich gut an und viele meiner Kunden wechselten mit mir das Institut.
Ich kann mich noch genau an den Tag erinnern, als mein damaliger Vorgesetzter zu einer Besprechung einlud und verkündete, dass die Filiale München zum 30. Juni geschlossen wird.
Innerhalb weniger Monate hatte sich eine hervorragende berufliche Perspektive ins genaue Gegenteil gedreht, eine Sackgasse.
Es gab nun genau zwei Möglichkeiten, entweder ich suchte mir einen Job bei einer anderen Bank und würde ohne eigene Kunden, nochmals ganz von vorne beginnen, oder ich müsste mich beruflich neu orientieren.
Obwohl mir viele Leute aus meinem Umfeld davon abgeraten haben (auch hier wiederholt sich die Geschichte), habe ich mich damals für einen Branchenwechsel entschieden. Auch jetzt war wieder vieles neu und der Einstieg nicht leicht.
Doch welche Faktoren erleichtern es uns Veränderungen wirklich anzupacken?

1.

Hör nicht auf andere!
Ich wäre heute nicht hier, hätte ich auf andere Leute gehört, die mir gesagt haben: «Such dir doch wieder einen sicheren Job in der Bank, da kennst du dich aus». Noch einmal, in der Regel wollen die Menschen um Dich herum nicht das Du Dich veränderst. Hör darum nicht auf andere, sondern verlasse Dich auf Dein Bauchgefühl!

2.

Kenne Dein «Warum»!
Nur wenn Du genau weißt, warum und wofür Du das tust, wirst Du auch die Motivation finden den Weg bis zum Ende zu gehen. Einfach zu sagen «ich bin unzufrieden» ist definitiv zu wenig. Also geh in Dich und finde Dein «Warum».

Du entscheidest

Es gibt immer wieder Moment im Leben, wo wir das Gefühl haben nicht mehr weiterzukommen. Lass Dir gesagt sein, dass Du IMMER die Macht hast zu entscheiden. Ein neuer Job, eine neue Beziehung oder ein komplett neues Leben? Alles ist möglich, wenn Du Dich darauf einlässt.
Vor vielen Jahren hätten mir die wenigsten Leute in meinem Umfeld all diese Dinge zugetraut. Ich war eher verschlossen, zurückhaltend und scheu. Wenn ich es schaffen kann, dann kannst Du das erst recht. Also warte nicht auf Veränderungen, sondern werde jetzt aktiv!

Wenn Du Dich weiter mit dem Thema Veränderung beschäftigen möchtest, dann empfehle ich Dir meinen Blogbeitrag «Wie Digitalisierung Deine Chance sein kann» zu lesen.

Auch Judiths Blog gefällt mir in diesem Zusammenhang wirklich gut. Gerade weil sie sich mit einer der Kernthemen der Veränderung ausseinandersetzt, dem eigenen Willen.

Was für Veränderungen hast Du schon erlebt? Was hat Dich bis jetzt daran gehindert oder wovor hast Du Angst? Schreib es mir gleich in die Kommentare!

About the Author Christian

Christian ist Gründer und Inhaber von Motivation Erfolg. Neben dem Reisen interessiert er sich für Sport und gesunde Ernährung. Wenn er mal nicht arbeitet, trainiert er neue Bodyweight-Übungen oder schnürt seine Laufschuhe.

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