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Ich weiß nicht, was ich sagen soll

Lektion 3 Modul 1

Eine gute Vorbereitung ist also der erste wichtige Schritt hin zu weniger Redeangst. Wenn Du allerdings nicht weißt, was und wie Du etwas sagen sollst, ist eine gute Vorbereitung nicht möglich.

Da ist Kreativität gefragt.

In dieser Lektion möchte ich Dir zeigen, wie einfach Du Deine Kreativität aus dem Dornröschenschlaf holst und wie Dir das hilft Deine Redeangst zu überwinden.

Wie kannst Du Deine Kreativität fördern?
Die Grundvoraussetzung ist, dass Du Dich nicht von vornherein von Deinem eigenen Wissen und Deiner Erfahrung «lähmen» lässt. Genau diese Gewohnheiten füttern nämlich Deine Angst, also höchste Zeit neue Wege zu gehen und über den Tellerrand hinaus zu schauen.

Jeder von uns ist ein im Grunde seines Herzens ein kreativer und fantasievoller Mensch. Hast Du schon einmal Kindern beim Spielen zugesehen und dabei diese besondere Energie gespürt? Auch Du warst mal so und die gute Nachricht ist, dass dieses Kind noch immer in Dir steckt. Lass also dem Kind in Dir wieder mehr «Spielraum». Mit dieser Einstellung hast Du bereits den ersten Schritt getan und ein stabiles Fundament gelegt. Hier sind zwei Wege, wie Du darauf aufbauend Deine Kreativität Schritt für Schritt reaktivieren und fördern kannst:

Alles nur geklaut

Alles geklaut

Nichts kommt einfach so aus dem Nichts. Alle neuen Ideen sind in der Regel Variationen oder Abwandlungen bereits vorhandener.


Der Filmemacher Quentin Tarantino ist ein Paradebeispiel dafür. Seine Werke sind im Grunde Remixe bereits existierender Filme unterschiedlichster Epochen und Stilrichtungen. Er nimmt sich, was ihm gefällt, doch am Schluss entsteht dabei etwas völlig Eigenständiges.

Die Lösung

Das gleiche Prinzip wende ich auch in meinem beruflichen Alltag an. Wenn ich zum Beispiel sehe, das jemand einen wirklich tollen Einstieg in eine Präsentation hat, dann kopiere ich das einfach, wandle es entsprechend ab und mache es mir so zu eigen.


Vielleicht ist es im ersten Moment schwer, sich mit diesem Gedanken auseinander zu setzen, aber mit der Zeit wirst Du merken, dass der Druck, jedes Mal etwas völlig neues erschaffen zu müssen, plötzlich nicht mehr da ist. Das kann unglaublich befreiend und inspirierend sein. Lerne also durch die Arbeit anderer und verwende dabei, was Dir gefällt.

David Bowie

“Die einzige Kunst, mit der ich mich beschäftige, ist die, bei der ich klauen kann”


David Bowie

Einschränkungen

Einschränkungen

Nichts ist kontraproduktiver für Deine Kreativität, als zu viele Möglichkeiten zu haben. Das klingt im ersten Moment ziemlich paradox, doch die Freiheit, alles tun zu können, wirkt wie ein schwarzes Loch: Es verschlingt all Deine Kreativität.


Oft weiß man dann gar nicht, wo man überhaupt anfangen soll und findet somit nur ganz schwer einen Zugang. Ich erinnere mich noch an ein Schulreferat, das ich halten sollte. Wir durften uns dafür ein Thema aussuchen, völlig ohne Einschränkungen. Was im ersten Moment vielversprechend klang, entwickelte sich zu einem wahren Alptraum. Nur schon ein für mich passendes Thema zu finden war sehr zeitraubend und anstrengend. Mit Kreativität hatte das wenig zu tun.

Die Lösung

Hat man hingegen vorgegebene Rahmenbedingungen, aktiviert und beflügelt das unsere Kreativität. Dabei ist es völlig irrelevant, ob wir uns selbst diesen Rahmen auferlegen, oder ob er von außen vorgegeben wird. Genau aus diesem Grund ist es so wichtig, sich über sein «Warum» Gedanken zu machen..


Sich einzuschränken kann auch bedeuten, nicht sofort den Anspruch auf Perfektion zu haben. Kreativität ist ein laufender Prozess der leben muss, um Früchte zu tragen. Ich verstehe, dass - wenn Du mit Leidenschaft dabei bist - es nicht immer einfach ist, Kompromisse einzugehen, aber das ist der Weg zu mehr Kreativität.

Kreativität fördern durch Leidenschaft
Wir haben also als Fundament das Kind in Dir, fügen neue Fähigkeiten hinzu und schließen das Ganze mit Begeisterung und Leidenschaft ab. Genau, Begeisterung und Leidenschaft sind sozusagen das Dach für Deine Kreativität (und für grundsätzlich alles Wichtige in Deinem Leben) unter dem Du Dich entfalten kannst.

Mach Dir immer wieder klar, dass Kreativität keine Regeln kennt. Also probiere doch einfach einmal aus, neue Wege zu gehen und habe dabei keine Angst vor Fehlern oder Rückschritten. Beides gehört dazu und ist Teil des Prozesses. Mit der Zeit wirst Du merken, was zu Dir passt und was nicht.

In der nächsten Lektion zeige ich Dir, wie Du mithilfe eines Hamburger Deine Gedanken und Deine Worte besser strukturieren kannst und dadurch schnell mehr Sicherheit gewinnst.

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