1. Mai 2019

Erfolg beruht auf den Fehlern der Vergangenheit

Bis vor ein paar Jahren noch habe ich leidenschaftlich gerne Tennis gespielt. Ich trainierte drei bis viermal die Woche und spielte auch regelmäßig Turniere.

Mein damaliger Trainingspartner war Sascha. Spielerisch waren wir beide ungefähr auf demselben Niveau. Durch die vielen gemeinsamen Trainingseinheiten kannten wir uns und die gegenseitigen Stärken und Schwächen in- und auswendig. Jedes Mal, wenn wir gegeneinander spielten, waren das umkämpfte Matches. Doch nicht so an diesem Tag. Sascha spielte fast fehlerlos und besiegte mich nicht nur einfach, nein er demütigte mich regelrecht, ohne das ich auch nur den Hauch einer Chance gehabt hätte.

Die beste Niederlage seines Lebens

Was war passiert? Sascha spielte am Wochenende ein Turnier, bei dem er in der ersten Runde ausschied. Total begeistert erzählte er mir davon. Ich verstand den Sinn dahinter nicht «in der erste Runde ausscheiden und trotzdem so euphorisch»?

Er wisse jetzt endlich, welche Fehler er immer gemacht habe und an denen habe er nun gearbeitet. Den Beweis für den Erfolg seiner Methode hatte er mir gerade auf dem Tennisplatz erbracht. Von diesem Tag an wurde aus Sascha ein richtig guter Tennisspieler, denn er hatte begriffen, dass seine Fehler und sein Scheitern das Fundament für zukünftige Erfolge sind.

Warum sind Fehler so wichtig?

In unserer Gesellschaft wird Scheitern leider zu oft als etwas Schlechtes oder sogar als Stigmata gesehen. Ich finde, Sascha hat damals zwei bemerkenswerte Dinge getan: Er hat offen kommuniziert, dass er gescheitert war «ich habe in der ersten Runde verloren» und er hat schnell aus seinen Fehlern gelernt. Doch warum sind Fehler, warum ist Scheitern eigentlich so wichtig? Es ist doch etwas Schlecht, etwas Negatives, oder?

Meiner Meinung nach «scheitern» wir heute viel zu wenig und gestehen uns selbst kaum noch Fehler zu. Dabei wird doch nur der erfolgreich, der scheitert und Fehler macht.

«Wie soll das denn gehen?» höre ich Dich schon fragen. Die Gleichung dazu ist eigentlich ganz einfach: Wer Fehler macht oder scheitert, versucht neues und geht ein Risiko ein. Funktioniert alles beim ersten Mal? Nein, eher selten, aber das gehört eben dazu. Funktioniert es nicht beim ersten Mal, dann eben beim zweiten, dritten oder vierten Mal. Ich ermutige Dich hiermit in Zukunft einfach ein wenig risikofreudiger zu werden.

Schritt für Schritt zu mehr Erfolg

Alles schön und gut aber was kannst Du ändern um in Zukunft selbst weniger Angst und mehr Mut für Neues zu haben? Für die Umsetzung gibt es keine Tricks oder Abkürzungen, die Dich von heute auf morgen zum furchtlosen Macher werden lassen. Vielmehr werde ich Dir ein paar einfache Methoden und Schritte zeigen, die Du nach und nach in Dein Leben einbauen kannst.

Hab keine Angst Fehler zu machen

Mein Vorgesetzter während meiner Ausbildung sagte mir an meinem ersten Tag: «Ich bin nicht böse, wenn du Fehler machst, ich bin nur böse, wenn du einen Fehler zweimal machst». Also lerne aus deinen Fehlern, deinen Misserfolgen und deinem Scheitern. Analysiere das «warum», ziehe daraus Konsequenzen und mach den gleichen Fehlern nicht ein zweites Mal.

Liebe Deine Fehler

Fehler sollen etwas Gutes sein? Ja, betrachte es doch mal aus der Perspektive: Wage etwas und Du gewinnst immer, denn entweder es funktioniert und Du hast Erfolg oder Du scheiterst und gewinnst dadurch neue Erfahrungen um es beim nächsten Mal besser zu machen. Beides bringen Dich weiter und am Ende kannst Du nur gewinnen.

Es sind genau diese Momente, die uns im Leben weiterbringen. Anstatt alles negativ zu sehen, sollten wir uns lieber fragen, warum etwas nicht geklappt hat oder warum wir gescheitert sind. Akzeptiere Dein Scheitern und sehe es als Chance, es beim nächsten Mal besser zu machen denn Fehler sind im Grunde nichts anderes als Feedback.

Lerne aus Deinen Fehlern

Mein Vorgesetzter während meiner Ausbildung sagte mir an meinem ersten Tag: «Ich bin nicht böse, wenn du Fehler machst, ich bin nur böse, wenn du einen Fehler zweimal machst». Also lerne aus deinen Fehlern, deinen Misserfolgen und deinem Scheitern. Analysiere das «warum», ziehe daraus Konsequenzen und mach den gleichen Fehlern nicht ein zweites Mal.

Hör nicht auf Fehler zu machen

Solange Du Fehler machst, solange Du scheiterst, bist Du auf dem richtigen Weg (wenn Du die vorherigen Punkte beachtest). Konstanz ist der Schlüssel um langfristig erfolgreich zu werden, denn aus jeder Niederlage baust Du Dir eine Stufe auf der Treppe zu Deinem Ziel, zu Deinem Erfolg.

Sir Winston Churchill

«Erfolg ist die Fähigkeit, von einem Misserfolg zum anderen zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren.»


Winston Churchill

Nicht «OB», sondern «WIE»

Die Frage ist also nicht, OB wir scheitern, sondern WIE. Natürlich schmerzen uns diese kleinen und großen Niederlagen und natürlich darfst und sollst Du auch negative Gefühle zulassen dürfen – Ärger, Wut, Scham - das alles ist völlig normal und gehört dazu.

Aber egal wie schmerzhaft es auch ist, aufgeben kommt für Dich nicht infrage, denn aufgeben kann jeder. Du bist mutig und machst weiter, stehst wieder auf und lernst aus Deinen Niederlagen und entwickelst Dich weiter!

Darum sehe jedes Scheitern und jeden Fehler positiv, denn es gibt Dir die Möglichkeit es beim nächsten Mal besser zu machen. Es ist wie bei vielen Dingen im Leben eine Kopfsache.

Deine Einstellung ist entscheidend und macht den Unterschied. Lese dazu auch meinen Blogbeitrag «Erfolg ist Kopfsache».

Der bekannte Motivationstrainer Steffen Kirchner hat in seinem Blog (den ich ganz allgemein sehr empfehlen kann) einen guten Beitrag zu dem Thema «Warum Du mehr Misserfolg brauchst!» geschrieben, den ich Dir ans Herz legen möchte.

Dein

Christian Unterschrift

Sind Fehler gut und können wir aus unserem Scheitern wirklich etwas lernen? Ich bin gespannt auf Deine Meinung und Erfahrungen, also schreib mir bitte gleich unten einen Kommentar oder teil den Artikel mit Menschen, die das Thema auch interessiert.

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