8. August 2021

Erfolg ist kein Glück – das «Ja-Prinzip»

«Christian, mit Deinem Job, Deinem erfolgreichen Blog, Deiner eigenen Firma, da hattest Du ja wirklich Glück». Solche Aussagen höre ich immer wieder. Ich entgegne dann immer: «Erfolg ist kein Glück, sondern die Fähigkeit im richtigen Moment Ja sagen zu können».

Immer Ja-Sagen zu müssen ist natürlich eine Albtraum-Vorstellung. Vielmehr soll es darum gehen nach dem «Ja-Prinzip» zu handeln.

Du möchtest mehr über das «Ja-Prinzip» erfahren und was dieses mit einem ehemaligen US-Präsidenten zu tun hat? Dann sei gespannt und finde es jetzt heraus.

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Erfolg ist kein Glück, oder doch?

Persönlich habe ich mir über das «Ja-Sagen» und die Aussage «Erfolg ist kein Glück» nie richtig Gedanken gemacht bis zu dem Tag, an dem eine Kollegin zu mir meinte: «Du sagst auch wirklich zu allem ja». Natürlich war diese Bemerkung leicht überspitzt und nicht unbedingt als Kompliment gedacht. Gerade deswegen habe ich angefangen mir über das Thema ein wenig mehr Gedanken zu machen.

Wenn ich so zurückblicke, muss ich zugeben, dass ich kein wahnsinnig guter Schüler war. Ich hatte nur einen durchschnittlichen Abschluss ohne Studium und meine Ausbildung habe ich auch eher mittelmäßig abgeschlossen.

Doch warum erzähle ich Dir das und was hat das mit meinem Ja-Sagen zu tun? Nun, wenn ich sehe, wo Menschen, die ich von früher kenne und die eine deutlich bessere Ausbildung absolviert haben als ich, heute stehen, dann erstaunt mich das immer wieder. Ich frage mich dann «wie kann das sein?». Natürlich darf man meine Definition von Karriere und Erfolg nicht mit denen anderer Leute gleichsetzen oder sie als allgemein gültigen Maßstab heranziehen. Doch wenn ich in Gesprächen dann höre «Christian, wie hast Du das nur alles geschafft?» oder «das hätte ich auch gerne», macht mich das schon nachdenklich. Aber was hat das alles mit dem «Ja-Prinzip» zu tun, warum ist an der Aussage «Erfolg ist kein Glück» so viel Wahres dran und wie habe ich es mit einer mittelmäßigen Schullaufbahn trotzdem geschafft erfolgreich zu werden?

Wir machen uns selbst etwas vor

Ein großes Problem ist, dass wir zu oft von der Annahme ausgehen, dass Erfolg zum großen Teil auf dem Glücksprinzip basiert. Warum tun wir das? Ich denke, dass es einfach bequem ist zu sagen «der hatte einfach nur Glück» als es sich selbst zu erarbeiten. Gleichzeitig lässt uns der Gedanke «mit ein wenig Glück hätte ich das auch geschafft» besser fühlen.

Viele Menschen versuchen, mit so wenig Aufwand wie möglich durch ihren Arbeitsalltag zu kommen. Grundsätzlich ist dagegen auch nichts einzuwenden, solang man sich nicht beschwert, wenn dieses oder jenes Ziel nicht erreicht werden konnte. In meinen Augen ist der Profisport ein gutes Beispiel dafür. Wie oft haben wir nicht auch schon gesagt oder gedacht, dass wir mit ein wenig Glück und Training auch das Zeug zum Profifußballer, Tennis- oder Golfspieler gehabt hätten. Leider gehen nur die wenigsten diesen Weg, da dieser lang und beschwerlich ist. Erfolg ist kein Glück und ein gutes Beispiel dafür war der Tennisspieler Ivan Lendl. Er war zu seiner Zeit einer der erfolgreichsten Athleten in seinem Sport. Gleichzeitig sagte er von sich selbst, dass sein Erfolg nur zu maximal 10% auf Talent, aber zu 90% auf harter Arbeit, sprich Training beruhte.

So wirst auch Du erfolgreich

Du siehst, Erfolg ist kein Glück, aber natürlich auch nicht immer zu 100% planbar. Im Sport wird oft der Ausdruck «den Erfolg erzwingen» verwendet und das bringt es sehr schön auf den Punkt. Um Deinem Erfolg auf die Sprünge zu helfen und zu «erzwingen» braucht es ein klares Konzept, das «Ja-Prinzip». Es ist simpel und besteht aus folgenden drei Punkten:

Sag «Ja», aber richtig

Es ist unbestritten, dass «Nein-Sagen» und sich im richtigen Moment abgrenzen zu können eine wichtige Fähigkeit ist. Du solltest allerdings vorsichtig damit umgehen und das Ganze ein wenig differenzierter betrachten. Durch zu viele Neins entgehen Dir vielleicht Möglichkeiten, um zu wachsen und Dich weiterzuentwickeln. Ein kleines Beispiel gefällig? Stell Dir bitte folgendes Szenario vor:

Es wird jemand gesucht, der für zwei bis drei Wochen nach New York reist, um ein großes Projekt vorzubereiten. Flug, Hotel und Spesen werden bezahlt, Büro direkt hinter dem Times Square. Was denkst Du, wie viele Leute in der Firma haben sich aktiv für dieses Angebot beworben? 5, 15 oder vielleicht sogar 20? Nur einer, und zwar ich.

«Christian hat aber Glück gehabt, dass er das machen durfte». Tatsache ist, dass ich NICHT die erste Wahl war. Die meisten Leute vor mir haben «Nein» zu diesem Angebot gesagt. Ich war der Einzige in dieser langen Reihe, der «Ja» gesagt hat. Natürlich war das für mich ein riesiger Schritt aus meiner Komfortzone heraus, aber es gab mir auch die Möglichkeit mich weiterzuentwickeln. Beim nächsten Mal, wo es um mehr Verantwortung oder einen Job im Ausland ging, war ich der Erste, der gefragt wurde - Erfolg ist kein Glück.

Sei neidisch, aber richtig

Kennst Du auch dieses Gefühl, wenn jemand anderes die Aufgabe oder die Beförderung erhalten hat, die Du eigentlich wolltest? Ob wir es zugeben wollen oder nicht, aber wir alle waren schon einmal neidisch. Grundsätzlich stellt sich die Frage, wie wir mit diesem Gefühl umgehen sollen. In meinen Augen gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Negativ: Ich bin neidisch auf das, was diese Person erreicht hat - die hatte einfach nur Glück!
  • Positiv: Ich bin neidisch auf das, was diese Person erreicht hat - ich will das auch erreichen!

Sei also positiv und nutze Deinen Neid als Ansporn um Deine Ziele zu erreichen. Versuch dabei auch mal hinter die Kulissen zu schauen. Was nimmt diese Person auf sich, um erfolgreich zu sein? Erfolg ist kein Glück, sondern hat mit dem Willen, Ziele zu erreichen zu tun.

Überfordere Dich, aber richtig

«Aber das kann ich nicht» oder «das habe ich noch nie gemacht» - viele Menschen trauen sich selbst viel zu wenig zu und sagen aus diesem Grund zu oft «Nein», wenn sich ihnen eine Chance bietet. Während meiner Ausbildung bläute mir mein Chef ein, dass bevor ich eine neue Aufgabe oder Job annehme, ich mir Gedanken machen muss, wie viel ich von dem Geforderten beherrsche. Sein Kredo war: «70% musst Du beherrschen, 30% lernst Du dazu». Übersetzt heißt das nichts anderes wie, komm raus aus Deiner Komfortzone und gib Dir die Chance an neuen Aufgaben zu wachsen.

Henry Ford

Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.


Henry Ford

Ja-Sagen bedeutet auch immer ein Stück Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung für Dich, Deine Entscheidungen und Deine Ziele. Es gibt viele Beispiele in meinem Lebenslauf, wo ich einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort war und «Ja» gesagt habe. Natürlich war nicht jedes «Ja» immer richtig oder klug, aber man wächst an schlechten Entscheidungen genauso wie an Guten.

In diesem Zusammenhang empfehle ich Dir meinen Artikel «Perfektionisten sterben in Schönheit» wo ich Dir zeige, wie Du schneller ins Handeln und Umsetzen kommst, sobald Du einmal «Ja» gesagt hast.

Erfolg ist kein Glück sondern beginnt mit einem «Ja»

Welche positive Energie mit einem simplen «Ja» freigesetzt werden kann, bewies Barack Obama während seinem Wahlkampf 2008.

Barack Obama

Yes, we can!


Barack Obama

Mach Du es ab jetzt genauso. Du kannst Dir sicher sein, dass Deine Chancen kommen werden.

  • Erfolg ist kein Glück, sondern die Fähigkeit im richtigen Moment «Ja» zu sagen.
  • Steh zu Deinem Neid und nutze ihn für Dich.
  • Überfordere Dich, aber im richtigen Ausmaß. Denk dabei immer an das 70 - 30 Prinzip.

Wenn Du Dich an diesen drei Punkten orientierst, dann ist das «Ja-Prinzip» etwas mit dem Du wachsen kannst und es wird Dich erstaunen, wie weit Du damit kommen wirst.

Dein

Christian Unterschrift

Wie ist Deine Meinung dazu? Stimmst Du der Aussage «Erfolg ist kein Glück» zu oder siehst Du das anders? Ich bin gespannt auf Deine Meinung und Erfahrungen, also schreib mir gleich einen Kommentar oder teil den Artikel mit Menschen, die das Thema ebenfalls interessiert.

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Der Autor

Christian ist Gründer und Inhaber von Motivation Erfolg. Neben dem Reisen interessiert er sich für Sport und gesunde Ernährung. Wenn er mal nicht arbeitet, trainiert er neue Bodyweight-Übungen oder schnürt seine Laufschuhe.

  • Sehr guter Beitrag Christian! Oft ist es schwer, die richtige Balance zu finden zwischen Nein-Sagen und sich abzugrenzen und Ja-Sagen zu neuen Aufgaben und Herausforderungen. Deine Sicht auf die Dinge ist sehr optimistisch und genau das gefällt mir.

    • Danke für Deinen Kommentar Miriam! Schlussendlich kommt auf die richtige Balance an und das Du Dich damit wohlfühlst.

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