Ich muss Dir heute etwas gestehen, wofür ich mich früher echt geschämt habe:
Ich brauche für eine Präsentations- oder Demo-Vorbereitung genau so viel Zeit, wie ich mir dafür gebe.
Das Ergebnis war am Ende oft erstaunlich ähnlich.
Konkret hatte ich kürzlich eine wirklich wichtige Präsentation inklusive Software-Demo. Der Termin war schon ewig bekannt, aber bis zwei Tage davor hatte ich nur ein paar nette Folien und ein Grundgerüst für meine Demo.
Der Druck stieg immer weiter, innerhalb von 48 Stunden habe ich geliefert und der Kunde war zufrieden.
Früher hätte ich gedacht: «Ich bin halt ein Aufschieber, das muss ich ändern.»
Das Parkinsonsche Gesetz
Heute weiß ich: Das ist kein Charakterfehler, das ist ein bekanntes Phänomen.
Es heißt «Parkinsonsches Gesetz» und besagt: «Arbeit dehnt sich genau in dem Maß aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht.»
Mit anderen Worten: Wir füllen die verfügbare Zeit aus, egal ob sie kurz oder lang ist.
Arbeit dehnt sich aus
Das hat zwei Konsequenzen:
Das Erstaunliche: Das Ergebnis ist oft gleich gut, manchmal sogar besser, weil es fokussierter ist.
Deine Aufgabe
Nimm Dir Deine nächste größere Vorbereitungsaufgabe vor (Demo, Präsentation, Konzept, was auch immer) und experimentiere bewusst mit der Zeit:
Vergleich danach das Ergebnis mit einer früheren Vorbereitung, für die Du die volle Zeit hattest. Du wirst überrascht sein, wie ähnlich die Qualität ist, oder wie viel klarer das Ergebnis durch die Kürze geworden ist.
Noch ein Gedanke zum Abschluss
Uns wird beigebracht, dass mehr Zeit zu besseren Ergebnissen führt. Aber in Wahrheit führt mehr Zeit oft nur zu mehr Detailarbeit, mehr Versionen, mehr Zweifeln und nicht zu mehr Wirkung.
Die eigentliche Frage ist nicht: «Wie viel Zeit habe ich?»
Sondern: «Was ist das eine, was diese Vorbereitung wirklich braucht?»
Schreib mir gerne in die Kommentare, wie Dein Halbierungs-Experiment gelaufen ist.

Du möchtest mehr solche Inhalte und ständig auf dem Laufenden bleiben? Dann trag Dich gleich hier zum Newsletter ein.
